Um einen Olivenbaum im Winter zu schützen, ist es wichtig, ihm die richtige Pflege und den nötigen Schutz zu bieten. Denn bei strengem Frost überlebt der Olivenbaum draußen nicht lange. Wir geben Ihnen 7 goldene Tipps, wie Sie Ihrem Olivenbaum durch den Winter helfen.
Olivenbaum im Winter
In unserem Klima in Deutschland ist ein Olivenbaum grundsätzlich winterhart, aber besonders kleinere Bäume oder längere Frostperioden erfordern zusätzliche Schutzmaßnahmen. Je dicker der Stamm, desto besser kann Ihr Baum Frost vertragen. Gehen Sie auf Nummer sicher, lieber zu viel Schutz als ein toter Olivenbaum! Bei mäßigem bis starkem Frost und Kälte benötigt ein Olivenbaum unbedingt Schutz, vor allem der Stamm, da dieser sehr empfindlich ist. Wenn die Temperatur auf -10°C sinkt, ist es ratsam, sowohl junge als auch ältere Olivenbäume vor Frost und kaltem, austrocknendem Wind gut zu schützen.
7 Tipps für den Olivenbaum im Winter
#1. Vor der Überwinterung auf Krankheiten kontrollieren
Bevor der Winter Einzug hält, empfehlen wir Ihnen, den Olivenbaum auf mögliche Krankheiten und Insektenbefall zu überprüfen. Das mediterrane Bäumchen ist normalerweise relativ resistent gegen die meisten Krankheiten, kann aber dennoch Opfer von beispielsweise der Olivenfleckenkrankheit (Spilocaea oleagina) oder der Blattfleckenkrankheit werden. Wenn Sie einen Befall bemerken, sollten die Blätter mit einem Fungizid behandelt werden. So können Sie eine weitere Ausbreitung verhindern und sicherstellen, dass Ihr Olivenbaum sicher durch den Winter kommt.
#2. Schützen Sie den Olivenbaum vor Frost
Die praktischste Methode, einen im Freiland gepflanzten Olivenbaum vor Frost und austrocknendem Wind zu schützen, besteht darin, den Baum mit einer Winterhaube für Pflanzen einzupacken. Eine solche Winterhaube lässt Licht und Luft durch und ist zudem leicht anzubringen, da sie mit einem Reißverschluss versehen ist. Steht der Olivenbaum im Topf? Dann wickeln Sie den Topf mit mehreren Lagen Luftpolsterfolie ein. Dieses Material wirkt isolierend und verhindert, dass der Frost das Wurzelsystem erreicht. Heben Sie den Blumentopf vom Boden ab, indem Sie Blumentopfuntersetzer oder Ziegelsteine für eine gute Drainage darunterlegen.
#3. Schneiden Sie den Olivenbaum bei Bedarf minimal zurück
Wenn die Äste eines Olivenbaums Frostschäden erlitten haben, können Sie diese teilweise zurückschneiden. Tun Sie dies bis maximal etwa 2/3. Die Folge des Rückschnitts ist, dass die befallenen Äste verschwinden und die Pflanze neue Triebe bildet. Die Bildung neuer Triebe sorgt dafür, dass die Pflanze wieder voller wird und sich erholt. Schneiden Sie den Olivenbaum regelmäßig zurück, um die Form und das Wachstum des Baumes zu erhalten.
Stellen Sie sicher, dass der Olivenbaum genügend Licht bekommt. Olivenbäume benötigen nämlich viel Licht, um gesund zu bleiben. Achten Sie deshalb darauf, dass eine verwendete Schutzhülle Luft und Licht durchlässt, damit der Baum frische Luft bekommt.
#5. Vor Staunässe schützen
Ist der Olivenbaum im Freiland gepflanzt, sollten Sie die Pflanze unbedingt vor Staunässe schützen. Gießen Sie daher sehr sparsam oder gar nicht. Die trockenheitsliebende Pflanze ist nämlich besonders empfindlich gegenüber einer dauerhaft nassen Winterzeit. Vergilbte Blätter können darauf hindeuten, dass der Boden zu feucht ist. Erwägen Sie daher die Möglichkeit, den Baum unter ein Schutzdach zu stellen oder den Wurzelbereich zu schützen.
#6. Keine zusätzliche Düngung
Was die Düngung angeht, müssen Sie in den Wintermonaten keinen Dünger zugeben. Ihr Olivenbaum benötigt nämlich nur während der Wachstumsperiode (von April bis September) zusätzliche Nährstoffe. Sie können eine eventuelle Erholung im März/April fördern, indem Sie den Baum dann düngen. Ein Olivenbaum kann durchaus 3 Monate brauchen, um sich von Frostschäden zu erholen. Erst Ende Mai/Anfang Juni beginnt ein Olivenbaum, neue Blätter und Zweige zu bilden.
#7. Achten Sie darauf, dass der Wurzelballen des Baumes leicht feucht ist
Auch im Winter müssen Sie darauf achten, dass der Boden des Olivenbaums nicht zu trocken wird. Kontrollieren Sie die Wassermenge, indem Sie einen Finger etwa 5 cm tief in die Erde stecken. Ist die Erde am Tag nach dem Gießen bereits trocken? Dann geben Sie etwas mehr. Ist sie nach 3 oder 4 Tagen immer noch nass? Dann gießen Sie zu viel. Werden die Blätter gelb oder braun? Dann gießen Sie wahrscheinlich zu viel. Vermeiden Sie immer, dass die Wurzeln in einer Wasserschicht stehen, da diese dadurch verrotten können. Steht Ihr Olivenbaum in einem Topf, legen Sie eine Schicht Hydrokörner oder Blumentopfscherben auf den Topfboden, damit überschüssiges Wasser ablaufen kann. Aber Vorsicht: Gießen Sie niemals, wenn es friert!
