Von Anne-Maria · BBQ-Beraterin bei Fonteyn
Was besser schmeckt, Gas- oder Elektrogrill, hat zwei gute Antworten: Beide liefern ein eigenes Geschmacksprofil. Gas erzeugt den klassischen Grillgeschmack mit Rauchnoten durch Fetttropfen auf den Brennern. Elektrogrills bewahren das natürliche Geschmacksprofil des Fleisches mit einer feinen Grillkruste.
Die Berater von Fonteyn verkosten beide Funktionsweisen wöchentlich bei BBQ-Workshops im Ausstellungsraum in Uddel. Die Wahl hängt vom Garten, der Nutzung und den bevorzugten Gerichten ab.
Welche Geschmacksprofile bieten Gas und Elektro?
Der Geschmack eines Barbecues entsteht aus drei Elementen: direkter Hitze, Fett-Reaktion und Rauch. Bei Gas tropft das Fett vom Fleisch auf die heißen Brenner oder die Geschmacksplatten. Dort verdampft das Fett und kleine Aromaten steigen auf, die die Oberfläche des Gerichts umhüllen. Das ist der bekannte Grillgeschmack mit Rauchnote, den viele Menschen mit Essen im Freien verbinden. Bei elektrischen Infrarot-BBQs funktioniert es anders: Die Strahler erhitzen die Rostfläche auf bis zu 350 Grad, und die Hitze verschließt die Oberfläche durch die Maillard-Reaktion schnell. Das Fleisch behält seinen eigenen Fleischgeschmack mit einer knusprigen Kruste.
Laut Forschung zur Maillard-Reaktion (Mottram, 2007) erfolgt die Bräunung von Proteinen und Zuckern optimal zwischen 140 und 165 Grad. Beide BBQ-Typen erreichen diese Zone mühelos. Der Unterschied liegt in der Raucharomatisierung. Wer die rauchige Tiefe wünscht, kann mit Räucherchips oder einer Räucherbox auf einem Gasgrill die gewünschte Schicht hinzufügen. Wer reinen Geschmack bevorzugt, bietet Elektro ein saubereres Profil.
Im Fonteyn-Ausstellungsraum in Uddel sind beide Typen funktionsfähig aufgebaut. Die Berater lassen Kunden eine Probewurst auf beiden Techniken verkosten, um den Unterschied direkt zu beurteilen. Das komplette Barbecue-Angebot umfasst sechs Haupttypen, darunter Gas, Elektro, Holzkohle und Kamado.
Wann passt ein Gasgrill am besten?
Ein Gasgrill bringt das klassische Outdoor-Grill-Erlebnis in Ihren Garten. Der Napoleon Freestyle 425 liefert über vier Hauptbrenner und einen Seitenbrenner etwa 12 Kilowatt Leistung, ausreichend für die ganze Familie oder eine Gruppe von Freunden. Die Temperatur jedes Brenners ist separat regelbar, sodass Sie gleichzeitig eine direkte Grillzone (über 250 Grad) und eine indirekte Zone (170 Grad für Low-and-Slow) einstellen können. Der Seitenbrenner ist ideal für Saucen, das Anbraten von Gemüse oder eine schnelle Wokpfanne.
Das Ritual um einen Gasgrill ist etwas aufwendiger: Gasflasche anschließen, Brenner zünden, aufwärmen, Roste vorheizen. Für den wöchentlichen Gebrauch und bei größeren Mahlzeiten überwiegt dieses Ritual die umfassende Geschmackstiefe. Laut Napoleon-Produktspezifikationen (2026) liefert der Edelstahlrost ein gleichmäßiges Hitzeprofil über die gesamte Oberfläche.
Die Berater im Ausstellungsraum in Uddel stellen fest, dass Gaskunden oft zu einem größeren Set aufrüsten: 4 oder 6 Brenner, mit einem Keramik-Seitenbrenner für Pizza oder Paella. Das komplette Gas-BBQ-Angebot reicht von kompakten 2-Brenner-Modellen bis zu großen professionellen 6-Brenner-Einheiten.
Napoleon BBQ Freestyle 425 mit Seitenbrenner
4 Hauptbrenner + 1 Seitenbrenner · 60 x 45 cm Rost · Edelstahl
Wann passt ein Elektrogrill am besten?
Ein Elektrogrill bringt das Grillerlebnis an Orte, wo Gas oder Holzkohle regelungsempfindlich sind. Ein Apartmentkomplex, eine Dachterrasse oder ein überdachter Balkon: Situationen, in denen der Beefeater InfraBeam seinen Mehrwert zeigt. Die Infrarotstrahler erwärmen die Rostfläche über gerichtete Hitzewellen auf bis zu 350 Grad. Das ist hoch genug für ein steakhausähnliches Anbraten von Fleisch, flammen- und rauchfrei.
Die Aufheizzeit ist ein weiteres Plus. Ein InfraBeam erreicht in 5 bis 8 Minuten Grilltemperatur, im Vergleich zu 8 bis 12 Minuten bei Gas. Für einen spontanen Grillabend nach einem Arbeitstag ist das schnell erledigt. Die 1.677 cm² große Grillfläche des InfraBeam eignet sich für Hamburger, Hähnchenfilets und Fischfilets für vier Personen gleichzeitig (Beefeater, 2025). Die Reinigung nach Gebrauch erfolgt über eine herausnehmbare Fettauffangschale.
Die BBQ-Berater von Fonteyn im Ausstellungsraum in Uddel empfehlen Elektrogrills vor allem Kunden in der Stadt oder mit einer kleinen Terrasse. Der reine Geschmack des Fleisches bleibt erhalten, und das Rostprofil reicht für die meisten Gerichte aus. Das elektrische BBQ-Angebot umfasst Auf- und Einbauvarianten.
Beefeater InfraBeam Elektrischer BBQ 2300W
2.300 W · 1.677 cm² Rost · Bis zu 350 °C in 5-8 Min
Welches Fleisch erfordert welche Technik?
Verschiedene Fleischsorten reagieren unterschiedlich auf die beiden Techniken. Fettige Stücke wie Hamburger, Spareribs und Bratwürste liefern auf Gas eine zusätzliche Geschmackstiefe. Die tropfenden Fette verdampfen auf den Brennern und leiten Raucharomen zurück zum Fleisch. Die Maillard-Reaktion sorgt für die braune Kruste (Mottram, 2007) und die Fett-Reaktion verleiht Charakter.
Mageres Fleisch wie Fischfilet, Geflügel und zartes Gemüse tendieren zum Elektrogrill. Die gerichtete Strahlungswärme verschließt die Oberfläche schnell, sodass der Saft im Stück bleibt. Thunfischsteak erreicht auf einem Infrarot-Elektro-BBQ in zwei Minuten pro Seite eine perfekte medium-rare Garstufe. Auf Gas erfordert dasselbe Thunfischsteak etwas mehr Aufmerksamkeit, da das Fett vom Rost Flammen verursachen kann.
Ein dickes Steak gelingt auf beiden Techniken gleichermaßen gut. Auf Gas stellen Sie den direkten Brenner auf volle Leistung für das Anbraten ein und schieben das Stück dann in die indirekte Zone zum Weitergaren. Auf Infrarot-Elektro reicht die Strahlungshitze für zwei Wendevorgänge von 90 Sekunden pro Seite plus eine kurze Ruhephase. Wer mehr über BBQ-Zubehör wie Thermometer und Grillmatten erfahren möchte, findet im BBQ-Zubehör-Übersicht das komplette Paket.
| Merkmal | Gas | Elektrisch Infrarot |
|---|---|---|
| Geschmacksprofil | Rauchnote, vollmundig | Rein, gleichmäßig |
| Maximale Temperatur | 300-320°C | Bis zu 350°C |
| Aufwärmzeit | 8-12 Minuten | 5-8 Minuten |
| Bester Platz | Garten, Terrasse | Balkon, Dachterrasse |
| Am besten für | Fettreiche Stücke | Mageres Fleisch |
| Energiequelle | Propan oder Butan | 230 V Steckdose |
Wie kombiniert man Techniken für maximales Grillvergnügen?
Wer die Geschmacksvielfalt voll ausschöpfen möchte, kombiniert zwei oder drei Techniken in einer Außenküche. Ein Gasgrill als Haupt-Arbeitspferd für das Wochenende, ein elektrisches Infrarot-Modell für werktägliche Schnelligkeit auf dem Balkon und ein Holzkohlemodell für den Samstagabend mit Freunden. Diese Kombination bietet für jeden Grillmoment das richtige Profil.
Eine komplette Außenküchen-Anlage kombiniert oft eine eingebaute Napoleon Gaseinheit mit einem Beefeater Infrarot-Element und eventuell einem separaten Räucherofen. Laut Fonteyn (2026) entscheiden sich 35 Prozent der Kunden, die eine Außenküche installieren lassen, für eine solche Kombination. Wer den ersten Grill wählt, beginnt oft mit einem Gasmodell und erweitert später auf Elektro oder Holzkohle. Das Außenküchen-Angebot enthält modulare Systeme, in die beide Techniken passen.
Die BBQ-Workshops im Showroom in Uddel lassen Kunden beide Techniken an einem Abend erleben. Die Berater grillen das gleiche Steak auf Gas und auf Elektro, und Besucher schmecken den Unterschied selbst. Was Anne-Maria auf der Showroom-Fläche sieht: Nach einem Workshop entscheiden sich drei von vier Kunden immer noch für Gas als Haupt-BBQ und Elektro als Ergänzung für Balkonsituationen. Ein Holzkohle- oder Kamado-Modell aus dem Kamado-Angebot rundet das Ganze für die Feuerliebhaber ab.
Was sind die Betriebskosten pro Technik?
Die Betriebskosten sind für beide Techniken vergleichbar. Eine Propan-Gasflasche von 10,5 Kilogramm (45 Liter) liefert etwa 100 Megajoule pro Kilogramm, oder insgesamt 1.050 MJ. Ein typischer 4-Brenner-Gasgrill verbraucht 30 bis 50 MJ pro Stunde bei voller Leistung, was 12 bis 18 Stunden Grillen ermöglicht. Bei einem durchschnittlichen Füllpreis von 35 bis 45 Euro (Fonteyn, 2026) ergibt das 2,50 bis 3,75 Euro pro „Saunamoment“ von 90 Minuten mit mehreren Gängen.
Ein Elektro-BBQ von 2,3 Kilowatt bei durchschnittlich 70 Prozent Leistung verbraucht 1,5 bis 2 Kilowattstunden pro Session von 45 Minuten. Bei einem Stromtarif von 0,30 Euro pro Kilowattstunde (CBS, 2025) belaufen sich die Stromkosten auf 45 bis 60 Cent pro Session. Auf Jahresbasis bei wöchentlicher Nutzung liegt das unter 35 Euro Strom.
Wer viel auf Gas grillt, schätzt oft die Gasflasche als praktische Einheit. Der Wechsel dauert ein paar Minuten und funktioniert ohne Kabel oder Steckdose in der Nähe. Für Elektro gilt das Gegenteil: Anschluss an eine normale Steckdose und sofort loslegen. Beide Systeme sind in ihrem jeweiligen Kontext praktisch. Eine gefüllte Gasflasche steht immer als Reserve im Schuppen oder in der Garage bereit.
Häufig gestellte Fragen
Was schmeckt besser, Gas oder Elektrogrill?
Wann passt ein Gasgrill am besten?
Wann passt ein Elektrogrill am besten?
Welches Fleisch passt zu Gas?
Welches Fleisch passt zu Elektro?
BBQ im Showroom probieren?
Bei den BBQ-Workshops im Showroom in Uddel probieren Sie Gas und Elektro direkt nebeneinander.
Quellen
- Fonteyn (2026). BBQ-Kollektion Wissensdatenbank und Produktspezifikationen.
- Napoleon (2026). Freestyle-Serie Produktspezifikationen und Grilltipps.
- Beefeater (2025). InfraBeam Produktspezifikationen und Benutzerhandbuch.
- Mottram, D.S. (2007). The Maillard reaction in flavour chemistry. Royal Society of Chemistry.
- CBS (2025). Energiepreise Niederlande 2026, durchschnittlicher Haushalt-Stromtarif.
